Rennberichte


01.04.2007 – 1. Rennen in Wohlen: Außer Spesen nichts gewesen....

Am Samstag traten wir die Reise in die Schweiz an, um als Gastfahrer am
SAM-Meisterschaftslauf teilzunehmen. Auch wir betrachteten dieses Rennen
wie viele andere Teams als zusätzliches Training für die bevorstehende
GP–Eröffnung. Zudem sollte dies für uns „neues Paar“ die Generalprobe unter
Rennbedingungen sein, zwar mit 3 Läufen à 20 Minuten + 1 Runde, aber
immerhin starker Konkurrenz.

Da wir erst gegen Mitternacht eintrafen, mussten wir uns in der Warteschlange
anstellen. Morgens kurz nach 5.00 Uhr! hieß es aufstehen, wir wurden ins noch
schlammige Fahrerlager geschleppt. Da wir in extremer Schräglage nach vorne
hangabwärts geparkt wurden und ein Auffahren auf Keile nicht möglich war,
waren die Bewegungen im Rennbus und die hauswirtschaftlichen Arbeiten
schon eine reife Leistung!

Das einzige Training dauerte nur 25 Minuten, die Rundenzeiten wurden gleichzeitig
für die Startaufstellung gewertet. Es blieb nicht viel Zeit zur Eingewöhnung, Platz
15 war akzeptabel.

Inzwischen hatten sich auch die Wolken verzogen, die Sonne strahlte, die
Strecke trocknete noch etwas ab, das Rennen konnte unter optimalen
Bedingungen stattfinden.

Der Start zum 1. Lauf gelang nicht perfekt. Wir machten bergauf wieder Boden
gut, liefen aber an der engen Linkskehre auf den Stau auf. Als 15. kamen wir
aus der 1. Runde, verbesserten uns pro Runde um einen Platz, bis wir schließlich
hinter Wittmann kleben blieben. Irgendwo fanden wir doch noch eine Möglichkeit,
an ihm vorbeizuziehen. Wir konnten zwar die Lücke zu Marcel Willemsen und Bax
noch relativ schnell schließen, ein Überholen war aber nicht möglich, es blieb
bei Platz 10.

Trotz eines guten Starts im 2. Lauf mussten wir uns an der 1. Kurve
wieder einreihen. Direkt vor uns die stark fahrende Truppe Visscher,
Blank, Walter und Bürgler, wir auf Platz 10. Doch bereits bei Halbzeit
ließ sich unser Getriebe schlecht schalten, eine Runde später stand
der Motor still und aus der Dichtung des Kupplungsdeckels trat Öl.
Somit war’s für uns gelaufen und wir konnten nur noch Konditions-
training mit Zurückschieben ins Fahrerlager betreiben.

Um nicht noch mehr Verschleiß zu produzieren verzichteten wir auf die
Teilnahme am 3. Lauf und begnügten uns damit, die Fahrstile der anderen
Teams zu studieren.

Besonders gefreut haben wir uns über das Wiedersehen mit unserem
Ex-Beifahrer Stefan Urich, der als Ersatzmechaniker aushalf – vielen Dank!

Der Ernst unseres Fahrerlebens beginnt mit der Premiere am Osterwochenende
gleich im „heißgeliebten“ holländischen Sand beim GP in Oldebroek mit hoffentlich
schönem Wetter und zufriedenstellenden Resultaten.

Euer Team Brustmann






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